Bahnhofsviertel FFM – Videoüberwachung für Sicherheit (?) oder für Kontrolle – ein Rundgang

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung der ‚Datenschützer Rhein-Main‘ und der Amnesty-Gruppe ‚Menschenrechte im digitalen Zeitalter‘.

Wenige Überwachungsmaßnahmen bedrohen Freiheitsrechte und Demokratie so sehr wie automatische Gesichtserkennung: Sie gefährdet die anonyme Teilnahme an Demonstrationen und birgt ein enormes Missbrauchspotential. Daher wendet sich Amnesty gegen jede Form der anlasslosen biometrischen Überwachung im öffentlichen Bereich. Verschärft wird diese Überwachung durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kameratechnik.

Im Rahmen des Spaziergangs informieren wir über die Standorte von Videoüberwachungskameras (nicht nur der Polizei, sondern auch privater Kamerabetreiber) im Frankfurter Bahnhofsviertel, die rechtlichen und technischen Grundlagen dieser Kameras, die Gefahren, die davon ausgehen für die informationelle Selbstbestimmung und für die Anonymität der Bewegungen im öffentlichen Raum, aber auch über Möglichkeiten der Gegenwehr.

Besonders das Bahnhofsviertel in Frankfurt wurde von der hessischen Landesregierung zum Experimentierfeld für neue Formen der Überwachung gemacht. Seit Juni 2025 kann die Polizei mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) die Aufnahmen der an insgesamt neun Stellen im Bahnhofsviertel befindlichen polizeilichen Überwachungskameras in Echtzeit auswerten. Ins Visier geraten dabei alle Menschen, die sich im Bahnhofsviertel aufhalten.

Wir hätten gerne eine Übersicht, wie viele Personen kommen.Daher bitten wir darum, sich über diesen Link anzumelden.
Einen Tag vor der Veranstaltung erfolgt eine Bestätigung an alle Angemeldeten. Anmeldeschluss ist der 28. Mai.